Stellungnahme des Allgemeinen Studierendenausschusses der TU Braunschweig

Als Studierendenschaft einer niedersächsischen Hochschule gehen uns gesellschaftliche Diskriminierung und Ausgrenzung sehr viel an. Es sind tagtäglich Studierende von Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und anderen Ausgrenzungsformen negativ betroffen. Das ist die Realität, auch wenn man sich als Universität selbst zu Werten wie Offenheit und Toleranz bekennt. Daher sind wir alle gefragt, uns ständig zu reflektieren und einen solidarischen Umgang zu finden.

Was können wir tun um solche Diskriminierungen zu erkennen, zu benennen und sie unmöglich zu machen? Solche Fragen treiben uns in unserer Arbeit um. Unsere Strukturen haben mit dem Referat für Antirassismus eine Stelle, die explizit geschaffen wurde, um sich der Thematik anzunehmen. Doch natürlich kann unser eigenes Handeln nur besser werden, wenn wir uns weiterbilden und Unterstützung von anderen Stellen einholen können.

Eine solche Unterstützung bekommen wir vom Projekt „RespAct – Solidarisch mit Betroffenen rechter Gewalt“, die uns mit ihren Kompetenzen zur Seite stehen und die Möglichkeit bieten, in Workshops sich selbst zu sensibilisieren. Zugleich ist eine Anlaufstelle für Studierende auch wichtig, die außerhalb des Kosmos Universität liegt. Denn eine Universität sind ist nur ein Ort, an dem Menschen negativ betroffen sind von Diskriminierung, sondern auch einer, an dem sich Täter*innen aufhalten. Daher ist klar, dass es auch eine unabhängige und parteiliche Beratungsstelle geben muss, bei denen Betroffene die Solidarität und Unterstützung erfahren, die sie benötigen.

Um Täter*innen den Raum zu nehmen, ist es ebenso wichtig, dass uns als Studierendenschaft immer wieder der Spiegel vorgehalten wird. Genau darum benötigt es eine weitere, gesicherte Finanzierung des „RespAct“-Projekts. Wir sehen da das Land Niedersachsen in der Verantwortung, zu gewährleisten, dass es eine solcher Anlaufpunkt erhalten bleibt, besser noch ausgebaut wird, um noch umfangreicher agieren zu können. Gerade eine momentane Krisensituation bringt neue Unsicherheiten mit sich, deshalb ist es umso wichtiger, dass es ein solches Projekt weiterhin wirken kann!

Die Politik muss ein klares Zeichen für Antidiskriminierungsarbeit senden. Wir danken der bisher geleisteten Arbeit und möchten uns solidarisch mit dem Projekt zeigen!